Depressionen während der Pubertät

mp Berlin - Auch Jugendliche sind vor Depressionen nicht sichermp Berlin - Auch Jugendliche sind vor Depressionen nicht sicherBarbara Eckhold / pixelio.de

Weder Fisch noch Fleisch, so beschreibt der Volksmund die Persönlichkeit in der Pubertät. Doch gehen die typischen Stimmungsschwankungen über das normale Maß hinaus, können bei Jugendlichen auch schon Depressionen dafür verantwortlich sein. Etwa fünf Prozent der Jugendlichen leiden an einer behandlungsbedürftigen Depression. Für Eltern ist es nicht immer leicht, diese zu erkennen.Typische Symptome sind Ein- und Durchschlafstörungen, Appetit- und Gewichtsverlust und tageszeitliche Befindlichkeitsschwankungen mit einem so genannten Morgentief. Hinzu kommen oft noch Interessenverlust, Rückzug und ein vermindertes Selbstbewusstsein. Eine besondere Erkrankungsgefahr für die Heranwachsenden besteht bei ausgeprägten familiären Problemen, schulischem Versagen und Arbeitslosigkeit. Ebenso können eine ungewollte Schwangerschaft wie auch Alkohol- und Drogenkonsum Auslöser sein. „Während der Pubertät ist es zwar nicht ungewöhnlich, dass bei Jugendlichen zuweilen die innere Balance verloren geht und unmotivierte Stimmungsschwankungen oder auch Teilnahmslosigkeit auftreten. Kommen jedoch körperliche Anzeichen wie Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen hinzu oder halten die problematischen Verhaltensweisen über einen längeren Zeitraum an, sollten Eltern einen Kinder- und Jugendpsychiater zu Rate ziehen“, empfiehlt Prof. Frank Häßler, Präsident der deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) in Berlin.