Depression erkennen

mp Düsseldorf - Endloses Grübeln und Antriebslosigkeit sind Anzeichen einer Depression.mp Düsseldorf - Endloses Grübeln und Antriebslosigkeit sind Anzeichen einer Depression.Maurits Malgo / pixelio.de

Wie erkennen Betroffene oder Angehörige eine Depression? Wenn bei einem Menschen selbst einfache, tägliche Aufgaben eine unüberwindbare Hürde darstellen, bei ständigem Grübeln oder Antriebslosigkeit, und wenn Freude oder Trauer nicht mehr empfunden werden kann – dann könnten die Zeichen einer vorliegenden Depression sein. Die seelischen Beschwerden wirken sich auch körperlich durch Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit aus oder Heißhungerattacken, Herzrasen, Schwindel und Zittern. Wer sich unsicher ist, sollte medizinischen Rat einholen, denn Depressionen müssen unbedingt von einem Arzt behandelt werden. Keinesfalls sollten Betroffene versuchen, die ernsthafte Erkrankung mit Hausmitteln zu bekämpfen. Begleitend zu einer ärztlichen Behandlung, können Patienten selbst Einfluss auf ihre Stimmungslage nehmen. Besonders günstig ist Spazierengehen, Walking oder Joggen mit mäßiger Intensität. Licht spielt ohnehin eine wichtige Rolle für eine ausgeglichene Stimmungslage. Wer die Situation als Erkrankung akzeptiert, kann leichter mit ihr umgehen. Auch Angehörige tragen durch ihr Verhalten dazu bei, dass depressive Menschen besser mit ihrer Lebenssituation zurecht kommen. Gutgemeinte Ratschläge wie „jeder hat mal einen Durchhänger“ sollten jedoch vermieden werden. Besser ist es, so viel wie möglich über die Krankheit zu wissen, um wirklich helfen zu können, denn Angehörige sind häufig überfordert mit der Situation. Die Erkrankung stürzt Partnerschaften und Familien nicht selten in eine tiefe Krise. Kein Wunder: Depressionen verändern das Wesen des Betroffenen in einer Weise, die ein gesunder Menschen kaum nachvollziehen kann. Praktische Tipps für den Alltag und Erfahrungsaustausch gibt es zum Beispiel in Angehörigen-Selbsthilfegruppen.