Demenzvorsorge durch regelmäßige Blutdruckkontrolle

mp Krefeld - Als Folge von Bluthochdruck kann sich vaskuläre Demenz entwickeln.mp Krefeld - Als Folge von Bluthochdruck kann sich vaskuläre Demenz entwickeln.Halina Zaremba / pixelio.de

Die zweithäufigste Form der Demenz ist die vaskuläre Demenz. Deren Hauptursache sind eine Verdickung der Gefäßwände oder Gefäßveränderungen, die chronische Durchblutungsstörungen im Gehirn verursachen. „Um einer vaskulären Demenz vorzubeugen, ist es besonders wichtig, Bluthochdruck behandeln zu lassen und den Blutdruck konsequent zu kontrollieren. Denn Bluthochdruck ist nicht nur ein Risikofaktor für Schlaganfälle, in deren Folge sich eine Demenz entwickeln kann, sondern er kann auch direkt durch Gefäßschädigung zu einer Demenz beitragen“, so Dr. Frank Bergmann, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte (BVDN) in Krefeld. Wie schnell eine vaskuläre Demenz voranschreitet und wie ausgeprägt sie ist, hängt vom Umfang der Durchblutungsstörungen im Gehirn ab. Sind kleinere Blutgefäße betroffen, kommt es zu einem chronischen Sauerstoffmangel. Das führt zu einem allmählichen Absterben von Gehirnzellen. „Die vaskuläre Demenz ist eine langsam fortschreitende Erkrankung und kann den allmählichen Verlust vieler mentaler Fähigkeiten zufolge haben. Störungen des Gedächtnisses und Denkens sowie der Konzentrations- und Lernfähigkeit, aber auch der Urteilskraft können auftreten. Erkrankte haben oft Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden. Häufig ist ihre räumliche Orientierung beeinträchtigt. Auch psychische Veränderungen wie Stimmungsschwankungen, plötzliche Gefühlsausbrüche und eine Veränderung der Persönlichkeit können mit dem Erkrankungsbild einhergehen“, erklärt Bergmann. Bei ersten Anzeichen von gesteigerter Vergesslichkeit oder der gravierenden Veränderung der persönlichen Denkleistung, sollten Betroffene einen Facharzt für Neurologie aufzusuchen. Durch eine frühe Diagnose kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt oder aufgehalten werden.