Brokkoli verstärkt Krebstherapie

mp Heidelberg – In Brokkoli ist reichlich Sulforapham enthalten.mp Heidelberg – In Brokkoli ist reichlich Sulforapham enthalten.Annamartha / pixelio.de

Gemüse der Familie der Kreuzblüter wie Brokkoli und Blumenkohl enthalten einen Stoff, der es in sich hat. Es ist der sekundäre Pflanzenstoff Sulforaphan. Er hemmt das Krebswachstum und verhindert, dass Tumoren sich im ganzen Körper ausbreiten. Die Vorläufer von Tumoren, so genannte Krebsstammzellen, sind dafür verantwortlich, dass Krebsgeschwüre unkontrolliert wachsen und im Körper streuen. Durch einen speziellen Stoffwechselvorgang schaffen sie es, sich vor der zerstörenden Wirkung gängiger Krebstherapien zu schützen. Auch diesen Stoffwechselvorgang kann Sulforapham derart stören, dass die Zellen durch Chemotherapien angreifbar werden. Das konnte Ingrid Herr, Leiterin der Arbeitsgruppe Molekulare OnkoChirurgie, einer Kooperation der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum, eindeutig nachweisen. Eine gleiche Wirkung hat der Pflanzenstoff Quercetin. Er findet sich ebenfalls in Brokkoli, aber auch in Apfelschalen und vielen weiteren Obst- und Gemüsesorten. "Ich empfehle daher allen Krebspatienten, sich ausgewogen mit viel Obst und Gemüse zu ernähren. Die Forschungsergebnisse sprechen dafür, dass so die Wirkung der Krebstherapie verstärkt werden kann - besser als durch die Einnahme einzelner Nahrungsergänzungsmittel", so die Wissenschaftlerin.