Blutdruckmedikamente nicht immer morgens einnehmen

mp München – Manche Bluthochdruckpatienten profitieren von einer abendlichen Medikamenteneinnahme.mp München – Manche Bluthochdruckpatienten profitieren von einer abendlichen Medikamenteneinnahme.Viktor Mildenberger / pixelio.de

Patienten mit erhöhtem Blutdruck nehmen ihre Medikamente mehrheitlich morgens ein. Das macht auch Sinn, denn normalerweise fällt der Blutdruck sowohl bei gesunden, als auch bei kranken Menschen nachts leicht ab und steigt gegen Morgen wieder etwas an. Auch werden bestimmte Medikamente, wie zum Beispiel Betablocker, aufgrund ihrer Wirkungsweise besser morgens eingenommen. Doch es gibt Patienten, bei denen verändert sich der Blutdruck im Tages- und Nachtverlauf kaum oder dem natürlichen Rhythmus entgegengesetzt. Das ist häufig in Verbindung mit Diabetes, Nierenschwäche oder Schlafapnoe der Fall. Für diese Betroffenen ist es von Vorteil, wenn sie ihre Medikamente am Abend einnehmen. „Eine Anpassung des Einnahmezeitpunkts der blutdrucksenkenden Medikamente an den natürlichen, zirkadianen Rhythmus des Patienten wirkt sich günstig auf die Blutdruckkontrolle aus und damit auch auf das Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung“, betont Dr. med. Norbert Smetak, Bundesvorsitzender des BNK und praktizierender Kardiologe in einer fachärztlichen Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie in Kirchheim. Ob und in welchem Rhythmus der Blutdruck des Betroffenen schwankt, lässt sich leicht durch eine 24-Stunden-Blutdruckmessung feststellen.