Bewegung läßt Gehirn weniger schnell schrumpfen

Empfehlungen für ältere Menschen gibt es genug. Tinkturen, Tabletten und Tees. Selbst Kreuzworträtsel-Lösen und Gehirnjogging nach einem alten japanischen Art sei hilfreich, dass die Alterserscheinungen im menschlichen Gehirn langsamer ablaufen.

Alles Mumpitz sagen jetzt Wissenschaftler aus dem Schottischen Edinburgh. Die Ärzte der Universität Edinburgh haben mehr als 600 Menschen fortgeschrittenen Alters jahrelang beobachtet und festgestellt, dass einzig Bewegung das menschliche Gehirn weniger schnell schrumpfen läßt. Dabei so de Ärzte sei schon mäßige Bewegung wie einige Spaziergänge pro Woche in der Lage diesen positiven Effekt auszulösen. Eine mentale Beanspruchung des Gehirns wie bei Senioren so beliebte Rätselaufgaben könne hingegen keinen nennenswerten Einfluss auf das Gehirn auslösen.

Moderate Aktivität genügt


Die Wissenschaftler hatten dabei ihre Testpersonen mittels Computertomografie beobachtet und bei der Testgruppe mit mehr Bewegung die Anteile der weißen und grauen Gehirnmasse verglichen.Das Ergebnis: Das Gehirn der Senioren, die sich am meisten bewegten, war am wenigsten geschrumpft. Zudem fanden die Forscher bei den körperlich aktiven Probanden weniger Schäden in der weißen Hirnsubstanz. Dabei genügte bereits moderate körperliche Aktivität wie zum Beispiel mehrere Spaziergänge pro Woche. Mentale Aktivitäten wie Lesen oder das Lösen von Kreuzworträtseln hingegen schienen wenig Einfluss auf die Hirnmasse zu haben.

Im Alter schrumpft das Gehirn



Bei jedem Menschen schrumpft im Alter das Gehirn, das haben vergangene Studien gezeigt. Gleichzeitig nimmt die geistige Leistungs- und Lernfähigkeit ab. Warum ausgerechnet körperliche Aktivität das Schrumpfen verlangsamt, ist nicht vollständig geklärt. Die Wissenschaftler vermuten allerdings, dass eine verbesserte Durchblutung im Gehirn dazu führt, dass es besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird.
Zum Bewegen ist es nie zu spät

"Die Studie betont nochmals, dass es wirklich nie zu spät ist, von Bewegung zu profitieren", sagte Professor Jams Goodwin, Forschungsleiter der Stiftung "Age UK", die die Studie finanzierte. Dabei sei es egal, ob dies ein kurzer Spaziergang, etwas Gartenarbeit oder ein Laufwettkampf sei. Jeder, der es noch könne, solle sich bewegen, wenn er älter wird.