Atemanalyse bald über Smartphone?

Bioinformatiker von der Universität Saarbrücken entwickeln zur Zeit Computer-Algorithmen für die Auswertung von Atemanalysen. In fünf Jahren, so glauben sie, könnte die notwendige Hardware in ein Smartphone eingebaut werden. Dann ließen sich beispielsweise Bakterien und Tumore schneller und zuverlässiger bestimmen oder der Blutzuckergehalt per Pusten ins Smartphone überprüfen. Die Forscher wollen Ärzte bei der Diagnostik und Früherkennung von Krankheiten unterstützen. Wie beim Urin oder Blut sind auch im Atem Stoffwechselprodukte in winzigen Spuren enthalten. Sie können Signale für Infektionen, Entzündungen oder Krebserkrankungen sein.„Die Messtechnik ist seit mehreren Jahren ausgereift. Nun liegt es an der Informatik, ihren Teil zur Auswertung der gemessenen Ergebnisse beizutragen“, so Jan Baumbach, Leiter der Gruppe „Computational Systems Biology“ in Saarbrücken. Die Entscheidung, was in der Atemluft auf eine Krankheit hinweist, ermitteln die Bioinformatiker mit speziell entwickelten Klassifikations-Algorithmen, die in der Lage sind, das Datenmaterial in „gesund“ oder „Krankheit XY“ einzuordnen.