Antipsychotika in der Schwangerschaft ungünstig fürs Kind

mp Atlanta - Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft Antipsychotika eingenommen haben, sind später in ihrer motorischen Entwicklung verzögert.mp Atlanta - Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft Antipsychotika eingenommen haben, sind später in ihrer motorischen Entwicklung verzögert.Paul-Georg Meister / pixelio.de

Eine neue Studie der Universität Atlanta liefert Hinweise auf motorische Defizite bei Säuglingen, deren Mütter Antipsychotika während der Schwangerschaft genommen hatten. Bekannt ist, dass die meisten Antipsychotika plazentagängig sind. Die Medikamente werden bei Psychosen und psychischen Störungen wie etwa Depressionen oder Angststörungen verschrieben. An der Studie unter Leitung der Psychiaterin Dr. Katrina Johnson nahmen 309 schwangere Frauen mit psychischer Erkrankung teil. Das Wissenschaftlerteam untersuchte außerdem die Kinder der Studienteilnehmerinnen ein halbes Jahr nach der Geburt. Bei der Studie nahmen 224 Mütter durchgehend Antidepressiva oder Antipsychotika. Die restlichen 85 Mütter setzen ihre Medikamente während der Schwangerschaft ab. Das Ergebnis: Bei den späteren motorischen Tests schnitten jene Säuglinge auffallend schlecht ab, deren Mütter in der Schwangerschaft Antipsychotika genommen hatten. Als weiterer Risikofaktor gilt laut Studie, die Schwere der psychischen Störungen der Mutter. Sie scheint grundsätzlich ungünstig für die motorische Entwicklung des Kindes zu sein. Zu welchen Teilen die Schwere der Erkrankung und die Einnahme von Antidepressiva zu der verlangsamten Kindesentwicklung beiträgt, ist jedoch nicht klar. Aufgrund der Ergebnisse raten Experten von der Einnahme von Antipsychotika während der Schwangerschaft ab.