Allergengehalt in Birken- und Gräser-Pollen

mp Berlin - Gräserpollen machen vielen Allergikern zu schaffenmp Berlin - Gräserpollen machen vielen Allergikern zu schaffenErich Westendarp / pixelio.de

Zur nachhaltigen Behandlung einer Pollenallergie wird eine spezifische Immuntherapie mit Allergenpräparaten eingesetzt. Diese enthalten große Mengen vom Polleneiweiß, an die sich das Immunsystem bei wiederholter Gabe langsam gewöhnt. Allerdings ließen sich die Allergenextrakte bisher nicht vergleichen, da die verwendeten Einheiten sehr unterschiedlich waren. Der Allergengehalt in Präparaten zur Diagnostik und Therapie kann stark schwanken. Das wirkt sich direkt auf die Behandlungserfolge aus. Nach jahrelanger Forschung ist ein Durchbruch bei der Allergenbestimmung in Pollenextrakten erzielt worden. Auf einer Konferenz des Europäischen Direktorats für die Qualität von Arzneimitteln (EDQM) in Strasbourg stellten Wissenschaftler neue Methoden vor, mit denen die wichtigsten Allergene in Birken- und Gräserpollen gemessen werden können. Es handelt sich um Eiweißstoffe, auf die Allergiker überempfindlich mit lästigen Beschwerden an Augen, Nase und Bronchien reagieren. Prof. Stefan Vieths, Vizepräsident vom Paul-Ehrlich-Institut und Beirat der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) sieht darin einen Durchbruch: "Auf diesen Moment haben die Allergologen lange gewartet." Sind die Tests erst einmal Bestandteil des Europäischen Arzneibuches geworden, steht auf allen Birkenpollen-Präparaten der genaue Allergengehalt.